Immer das selbe

Ich möchte mir etwas nähen. Dann geht’s los. Ich habe einfach noch nicht den optimalen Schnitt für mich gefunden – an jedem hab ich was auszusetzen, aber beim nächsten Mal dummerweise vergessen, was genau es war und wo ich dran rumgeändert habe. Vielleicht passt ein anderer ja besser… Also erstmal ein bisschen stöbern. Pinterest, makerist, dawanda. Schnell verliere ich mich im Schnittmusterdschungel. Halb 11 habe ich mich endlich entschieden und etwas ausgedruckt und zusammengeklebt. Nun suche ich den passenden Stoff. Irgendwie gefällt mir nichts, was ich an mich ranhalte. 10 vor 11 steht dann endlich auch der Stoff. Ich bin gewillt, ich bin bereit – und das Babyphon springt an. Die Tochter lässt sich nur nah an mir dran wieder in den Schlaf kuscheln. Es ist um 11. Jetzt kann ich auch gleich liegenbleiben.

Aber morgen, morgen nähe ich mir dann was…

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Der letzte Versuch?!

Ich glaube, ich werde zum letzten Mal versuchen, den blog zu beleben. Eigentlich habe ich immer unendlich viel im Kopf, was ich schreiben möchte. Aber oft fehlt dann einfach die Zeit. Im letzten halben Jahr habe ich mich sowieso sehr aus den sozialen Medien zurückgezogen. Das echte Leben hatte mich mehr als im Griff und mir hat der Sinn für so ziemlich alles gefehlt.

2017 war ein beschissenes Jahr. Das muss einfach mal gesagt werden. Beruflich war ich phasenweise am Limit und privat so unausgeglichen wie lang nicht. Darunter habe ich gelitten, darunter mussten sicher auch viel zu oft die Kids leiden. Und viel zu oft saß ich einfach nur da und konnte mich zu nichts mehr aufraffen.

Ich liebe Silvester und den damit verbundenen Abschluss eines Jahres. Schlussstrich drunter, aufstehen, von neuem anfangen. Voll Elan und Ehrgeiz. Vorsätze / Ziele: das lasse ich dieses Jahr lieber weg. Stattdessen möchte und muss ich einfach wieder versuchen, mich selbst nicht zu verlieren und das äußere und innere Chaos zu besiegen.

Also dann, auf gehts. Auf ein wunderbares 2018. Für Euch, für mich!

Twitterwichtelei – Das Auspacken

Ich bin immer wieder absolut begeistert, mit wieviel Liebe und Überlegung die Wichtelgeschenke bei unserer Kinderwichtelei ausgesucht werden. Ein Grund übrigens, warum auch der Teenie immernoch gern mitmacht.

Nun aber der Reihe nach: Das Kleinkind wurde von @kremplinghaus bewichtelt. Sie hat eine wunderbare Schmuckdose mit Ihrer Lieblingsfigur Skye bekommen, außerdem Kette und Armband, ein Buch, Badezusatz und Schokolade. Alles ein voller Erfolg und das Kind war superhappy.

Der Mittlere wurde von @curleysue76 bewichtelt. Er hat sich ebenfalls riesig gefreut. Neben einem Minecraft-Kartenspiel bekam er Handschuhe und war sehr aufgeregt, woher der Wichtel wusste, dass er seine mal wieder verloren hatte? Ich habe sehr gelacht. Ganz lieben Dank für dieses tolle Paket, das Spiel wurde bereits ausprobiert und die Schokolade vertilgt. Und die Handschuhe retten das Kind wieder ne Weile, denn wir sind inzwischen beim verlorenen Paar Nummer 3. Seufz

Zu guter Letzt der Teenie – sie wurde von @annyclaws bewichtelt. Leider habe ich vergessen, das schöne Paket von außen zu fotografieren. Ich habe mich da schon beim ankommen dran erfreut, so eine wunderschöne Schrift.

Im Paket waren wunderbar ausgesuchte Sachen, die Tochter ist wirklich sehr sehr happy gewesen. Die Socken wollte ich ihr entführen, aber sie gibt sie leider nicht her. Die sind soooo toll. Aber auch das Notizbuch, der kleine Kalender und vor allem auch das doppelseitige Klebeband waren Volltreffer. Die Kekse hat sich die Kleine gemopst (und mir immerhin auch einen abgegeben). Sehr lecker.

Ganz lieben Dank, Ihr Wichtel, für Eure Mühe und lieben Gedanken! Es war wie immer toll und es wird wohl auch im nächsten Jahr eine Wichtelei geben. Es macht einfach viel zu viel Spaß!

Twitter-Weihnachts-Wichteln 2017

@Fr

Bei Twitter wurde wieder nach dem Kinderwichteln gefragt. Und da ich das auch so liebe und nicht missen möchte, wird das natürlich auch in diesem Jahr organisieren. Wie bereits im vorigen Jahr habe ich auch diesmal die eine Bedingung, dass bitte nur twitterer mit ihren Kindern mitmachen. Es soll ein kleines feines Wichteln bleiben, wo man die Möglichkeit hat, sich gegenseitig ein bisschen zu folgen und zu beobachten. Aus diesem Grund nehmen wir auch dieses Jahr den Namen ernst: Twitter-Weihnachts-Wichteln. Entschuldigung an alle anderen Interessenten – aber so bleibt es für mich händelbar…

Die Spielregeln sind ganz einfach:

Jeder mit Kindern darf mitmachen. Es müssen so viele Kinder bewichtelt werden, wie man selbst auch bewichteln lassen möchte. Und ich bitte um kurze Nachricht, wenn Ihr NICHT ins Ausland wichteln könnt / wollt. Aus der Erfahrung heraus sind auch Kinder aus diesen Ländern dabei und das Porto ist ja etwas höher. Wer das nicht leisten kann und möchte, einfach kurz Bescheid geben, das ist völlig ok!

Verschenkt bitte Dinge, über die sich auch Eure Kinder freuen würden. Handgemachtes ist genau so toll wie gekauftes! Einen Preis mag ich nicht vorgeben – ein Geschenk für 5 Euro kann genau so schön sein wie eines für 30. Es sollte einfach etwas sein, was mit Herz für das Wichtelkind ausgewählt wurde! Und jeder so, wie er kann!

Jeder sollte ein bisschen was über sein Kind erzählen, damit der Schenker eine Chance hat, das richtige auszuwählen. Auch Kleidergröße, Kopfumfang und ähnliches sind sinnvoll, vor allem, wenn man sich über selbstgemachtes freut. Je mehr man erzählt, desto passender wahrscheinlich das Geschenk 🙂 Die Wünsche können entweder auf dem Blog veröffentlicht werden, wenn vorhanden oder hier als Kommentar oder, wer es nicht öffentlich machen möchte, per mail an mich – dann leite ich es an den betreffenden Wichtel weiter. In jedem Fall muss ich darüber informiert werden, wenn die Info auf den Blog kommt – ich lese kaum noch selbst und möchte es dem Wichtelkind mitteilen.

Das Paket sollte spätestens am 15.12. beim Wichtelkind sein!! Versand innerhalb Deutschland nur versichert – das geht mit Online-Frankierung oder mit Hermes auch günstig! Aufgemacht werden darf dann ab dem 20.12., spätestens aber an Weihnachten.

Ein Feedback bis spätestens 27.12. ist Muss. Entweder auf dem eigenen Blog oder auf twitter. Die Kinder müssen darauf natürlich nicht voll zu sehen sein, man kann auch Auspackbilder ohne Gesicht machen. Ein bisschen was visuelles ist einfach toll für alle.

Wenn Ihr abgeschickt habt, bitte eine kurze mail an mich mit der Sendungsnummer!

Und nun das wichtigste: Meldet Euch bitte bis zum 7.11. unter k.kurzweg@yahoo.de für die Wichtelei an. In der mail benötige ich Eure Adressen, Euren Twitternamen und wer hat, auch gern den Blog, Name und Alter der zu beschenkenden Kinder und eben die sonstigen Details zum Kind / zu den Kindern, wenn es nicht im Blog oder hier als Kommentar ist. Ich verlose dann so schnell wie möglich und verschicke die Wichteldaten! Bitte denkt bei den Adressen auch an die Namen des Kindes – der wurde voriges Jahr einige Male vergessen 🙂

Wenn ich was vergessen habe, dann einfach ne kurze Nachricht an mich! Ich antworte allerdings in der Regel nur abends, also nicht ungeduldig werden!

Ich freu michschon!

Hier veröffentliche ich immer möglichst aktuell, welche Kids dabei sind:

@CaitlinsMama
@traumzweiplus
@Aenn_Elle
@Tschakkaphie
@Sternenschwarm
@FrauMuemmel
@NebeLmädchen
@kremplinghaus
@telesabbie
@mamaundmehr
@FrauGEM
@Engel_Melli
@liamie
@frauAgi
@anibasWelt
@annyclaws
@CurleySue76
@Confu_13
@julia_liebt
@dailypia

 

 

 

 

Das Schlafdrama

Das kleine Kind befindet sich aktuell in der Trotzphase deluxe. Ihr Lieblingswort lautet „nö“ – gern mit aufstampfendem Fuß. Das finde ich so grundsätzlich eigentlich ganz niedlich. Und kann in den meisten Fällen damit umgehen. Nicht so niedlich ist der abendliche Bett-Terror. Aktuell hat sich Ihre Einschlafzeit auf halb 11 abends eingepegelt. Es ist völlig egal, wann ich das Abendritual beginne. Punkt halb 11 schließt sie die Augen. Ganz grundsätzlich würde mich vermutlich auch das nicht stören. Ich habe ja schon immer ein Nicht-Schlaf-Kind. Aber: auch beim einschlafen hängt sie an mir wie eine Klette. Ich muss neben ihr liegen, sie möglichst in den Arm nehmen, den Rücken graulen, sie festhalten. Dabei hält sie keine Sekunde still. Wegrücken ist ein NoGo, das Zimmer verlassen wird mit lautestem Gebrüll kommentiert. Und ich bin sooo genervt. Zumal sie bei anderen viel problemloser ins Bett geht. Bei meiner Mama ist nach 15-20min Ruhe – obwohl sie sie schon halb 9 ins Bett bringt. Was mache ich denn nur falsch? Wenn sie wenigstens allein einschlafen würde, damit ich die Wäsche machen kann oder irgendwie sonst was sinnvolles. Diese vergeudete Zeit bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Es bleibt so viel liegen. Ich hätte gern einfach irgendwann einen normalen Tagesablauf incl. ins Bett gehen. Seufz!

Freies Wochenende

Selten habe ich mich auf ein freies Wochenende so sehr gefreut wie diesmal. Oft bin ich extrem hin- und hergerissen zwischen dem schlechten Gewissen, die Kids so lang wegzugeben (in der Regel holt er sie Freitag aus der Kita / dem Hort und bringt sie Montag früh weg und ich hole sie dann nachmittags dort ab) und dem Luxus kindfrei zu haben. Doch aktuell brauche ich dringend ein paar freie Stunden und freue mich einfach nur. Die kleine Tochter war die letzten Tage krank und klebt aktuell wie Leim an mir. Außerdem redet sie von früh bis spät und ohne Pause. Man kann nicht einmal denken, wenn sie um einen rum ist. Ich hab immer das Gefühl: je genervter ich bin, desto mehr klebt sie. Sehr unpädagogische Ausraster sind dann inklusive und ich fühle mich jedes Mal einfach nur Scheiße. Deshalb genieße ich jetzt lieber die freien Tage und tanke Kraft für die nächsten zwei Wochen :).

Meine ToDo ist natürlich auch lang – aber die äußere Unordnung, die aktuell bei mir herrscht, macht mich auch innerlich extrem unzufrieden und ich hoffe, dass es mir besser geht, wenn ich ein bisschen was geschafft habe. Außerdem möchte ich unbedingt an die Nähmaschine – ich habe in den letzten Tagen ein paar Schnitte kopiert, die auf mich warten. Hach, ich freu mich drauf (und mal schauen, wie ich Sonntag abend klinge und was ich wirklich geschafft habe :)).

 

Hinterherrennen

Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass der Mann sich entschieden hat, dass seine Familie insbesondere seine Frau doof ist. Mehr als ein Jahr hetze ich nun durchs Leben. Es gibt Tage, an denen ich denke, dass ich das ganz gut mache. Aber aktuell ist es gerade so, dass ich an den meisten Tagen einfach nur kläglich versage. Ich bin an einem Punkt, wo mich der Berg an Arbeit erschlägt und ich platt danebensitze und mich einfach nicht aufraffen kann, ihn irgendwie anzupacken. Ich hasse mich dafür. Und bekomme es nicht geändert. Ich fange etwas an und muss mich schon nach kurzer Zeit wieder hinsetzen, weil es mir zu viel wird. Schon früh bin ich genervt von allem und jedem und möchte einfach nur raus. Auf Arbeit starre ich manchmal einfach nur den PC an und denke „ich kann nicht mehr“. Körperlich erschöpft, aber vor allem seelisch erschöpft. Dann kommt ein Anruf, ein Kopf zur Tür rein – und es muss weitergehen. Und das geht es auch. Aber ich bin unglücklich – ich bin nicht mehr ich.

So kann es nicht weitergehen. Meine Kinder haben noch keine Sommersachen im Schrank, ich wollte so viel nähen und habe genau KEIN Teil geschafft. Ich bin nirgendwo mehr hundertprozentig gut, nur noch überall Mittelmaß. Ich mag mich so nicht. Ich will das alles anders. Aber wie, ohne dabei selbst draufzugehen? Ich hab keine Ahnung…

48 Stunden alleinerziehend

Mutterseelesonnig  hat dazu aufgerufen, „48 Stunden alleinerziehend“ zu dokumentieren. Im letzten halben Jahr hat sich hier eigentlich nicht viel getan. Ich überlebe nach wie vor, manage den Alltag, versuche möglichst selten im Selbstmitleid zu versinken, da das zum einen nichts bringt und mich zum anderen noch weiter runterzieht. Was mich wirklich stört – ich komme viel zu selten raus. Wenn mal was ansteht, ist das natürlich in der Regel ein Mama-Wochenende und ich muss absagen. Ich bin dankbar für meinen Job, der mir doch das Mindestmaß an sozialen Kontakten ermöglicht.

Zwei Tage also. Ich habe typische Tage ausgewählt – jenseits von Ferien und Urlaub. Normale Arbeitstage – Mittwoch und Donnerstag:

 

Mittwoch, 6 Uhr – der Wecker klingelt und wird ignoriert. Ich hasse früh aufstehen – nach wie vor. 6.10 – bei der zweiten Erinnerung stehe ich dann doch auf. Neben mir schnorchelt das Kleinkind weiter. Ab ins Bad, das allernötigste, Anziehen, große Tochter wecken, Küche, Brotdosen vorbereiten. Kurz nach halb bin ich damit fertig, packe alle Taschen und schaffe diese auch gleich ins Auto. Die Sporttasche kommt mit dazu, der Sohn hat nachmittags Training. Die große kommt zum Frühstück, ich wecke den Sohn, suche alle Anziehsachen zusammen, wecke die Kleine, mache dem Mittleren ein Brot. Die Große geht um 7 eigenständig aus dem Haus. Bis 7.15 Uhr ist kuscheln angesagt. Danach anziehen. Bei der Kleinen aktuell wieder mit Mordsgeschrei an 3 von 5 Tagen – so auch an diesem. Kurz nach halb 8 verlassen wir das Haus, ich sammel noch zwei Freunde vom Sohn ein u schaffe alle zur Schule. Danach die Tochter zur Kita. Dann auf Arbeit – um 8 sitze ich in der Regel am Schreibtisch. Als erstes ein Kaffee. Dann mails checken, den Tag sortieren. Heute ist Mittwoch – mein langer Tag. Der Papa holt den Sohn zum Fußballtraining, die Oma holt die Kleine aus der Kita – ich bekomme die Kids erst gegen halb 8 wieder. Bis dahin kann ich arbeiten. Heute steht 17 uhr noch eine Veranstaltung an – deswegen die Papa-Tag-Regelung. Mittwochs sind oft Veranstaltungen auf Arbeit.

Bis 12 Uhr werden Flyer vorbereitet, Texte geschrieben, Internetseiten überarbeitet und immer wieder zig mails abgearbeitet, Veranstaltungen vorbereitet. Dann gibt’s Mittag mit lieben Kollegen. Ich genieße diese Auszeit, dieses Reden mit Erwachsenen J Danach wird weitergemacht. Zwischendurch laufe ich schnell zum Bäcker und hole ein Brot, bevor ich es wieder vergesse. Bis 19 Uhr bin ich auf Arbeit und kann viel abarbeiten. Dann schnell heim, noch schnell Wäsche aus dem Trockner falten und in die Schränke verräumen und eine neue Maschine anstecken und beim Sohn im Zimmer aufräumen – da kommen auch schon die Kids heim. Aufgedreht wie so oft. Der Sohn darf noch eine halbe Stunde spielen, die Tochter mit mir im Bett kuschelnd eine Sendung auf kividoo anschauen. Halb 9 ist das Licht aus. Ich springe nochmal schnell ins Bad und stecke die Wäsche in den Trockner, dann lege ich mich zurück zur Tochter. Mindestens eine Stunde braucht die Kleine zum einschlafen. Nach wie vor. Der Sohn findet heute auch nicht gut in den Schlaf. Ich bin gelassen – habe auf Arbeit alles Wichtige geschafft und nichts dringendes mehr zu erledigen. Deshalb schlafe ich auch mit der Tochter mit ein. Zum Glück ist der Schlaf nur leicht. Um 10 stehe ich wieder auf und räume unten Küche und Wohnzimmer auf. Dann bereite ich auch gleich die Brotdosen für den nächsten Tag vor, wenn ich schonmal in der Küche bin, sortiere danach Ranzen und Federkästchen. Im Stehen trinke ich dabei ein Glas Wein. Gemütlich ist heute nicht. Donnerstags kommt die Putzfrau und da brauche ich früh bisschen länger, deshalb ist das dann schonmal erledigt. Als unten alles fertig ist, ist im Bad die Wäsche fertig und wird noch schnell gefaltet und das Bad grob aufgeräumt. Irgendwie liegt da immer viel Kram rum. Seufz. Ich nehme mir vor, am nächsten kinderfreien Wochenende das Bad zu entmüllen. Das ist dann Punkt 20 auf der „wenn ich mal allein bin – ToDo – Liste“… Halb 12 liege ich im Bett, lese noch einmal quer durchs Netz und schlafe ein.

Donnerstag, 6 Uhr klingelt der Wecker. Ich stehe wieder erst nach der zweiten Erinnerung auf. Irgendwie bleibt mein Elan liegen, die Morgenroutine läuft ein bisschen langsamer. Im Bad vermeide ich den Blick in den Spiegel J Ich springe schnell unter die Dusche, 5min reichen, dann Tochter wecken. Ich versuche den Flur so zu beräumen, dass die Putzfrau putzen kann. Schwimmsachen und Sportsachen ab in die Maschine, Schuhe ins Regal, Jacken an die Garderobe. Dann Sohn wecken, Brot schmieren, Klamotten rauslegen, schnell den Fußboden des Sohnzimmers freiräumen (also Sitzsack und Wäschesack aufs Bett…), dann die Tochter wecken. Kuscheln, anziehen, schreien, halb 8 aus dem Haus, Kinder einsammeln, Schule, Kita, danach nochmal nach Hause und auch im Wohnzimmer und in den Bädern alles hoch- und wegstellen, damit die Putzfrau in alle Ecken kommt. Halb 9 sitze ich am Schreibtisch. Kaffee. Mails abarbeiten, einige Telefonate führen. Viel zu schnell ist es um 12. Mittagessen, dabei gleich ein paar neue Arbeitsaufträge absahnen, diese grob strukturieren, weitere mails abarbeiten, Fotos machen… viel zu schnell ist es dreiviertel  4. Eigentlich hätte ich noch eine Pressemeldung rausschicken wollen, aber das muss warten. Spätestens um 4 verlasse ich die Klinik und hole die Kids. Der Sohn mault, die Tochter knietscht. Ab auf den Spielplatz und 30min lüften. Zu Hause bleibt der Sohn noch im Garten Fußballspielen. Ich räume zu Hause erstmal schnell alle Stühle runter und freue mich über das saubere Haus. Mit der Kleinen schaue ich dann TipToi-Bücher an, die sie für sich entdeckt hat. Im Briefkasten war heute die Rechnung für das Dach, welches ich endlich mal reparieren lassen musste. 4000 Euro mit einem Schlag weg. Das tut weh. War aber nicht mehr aufschiebbar. Ich bin müde und genervt und hätte gern mal 5min Ruhe. Halb 6 darf der Sohn an die Wii, die kleine Tochter schaut zwei aufgenommene Folgen Peter Hase, während ich Abendbrot vorbereite. Dann gibt es für alle Abendbrot, die Kleine bockt und schreit und will nicht mitessen. Ein normales Gespräch am Tisch nicht möglich. Alle sind genervt. Als die zwei großen fertig sind, kommt die Kleine an den Tisch und will essen. Wie so oft. Es ist mühsam. Ich räume den Tisch ab und die Küche auf. Als ich die Brotdosen aus dem Ranzen hole, fällt mir im Hausaufgabenheft ein Eintrag auf – der Sohn braucht ein neues Matheheft. Mist, keins mehr da. Schnell die Kleine zur Großen Tochter und ab in die Stadt, ein Heft kaufen. 15min später bin ich wieder da. Die Kids spielen alle fast einträchtig. Seltenes Bild. Ich nutze das und packe schnell noch die Sportwäsche von der Maschine in den Trockner und eine Maschine Handtücher wird angestellt. Die Große braucht eine Arbeit unterschrieben, der Mittlere braucht Aufmerksamkeit. Die Kleine steht nicht im Mittelpunkt und schreit. Schnell bettfein machen und eine Folge auf kividoo – währenddessen kann ich mich nochmal viel zu kurz um den Sohn kümmern. Danach geht der alltägliche Einschlafkampf los. Ich darf den Raum nicht verlassen, das gibt Geschrei und vor allem schläft sie dann nie ein. Ich gehe trotzdem zwischendurch kurz raus, weil ich merke, dass der Mittlere einfach nochmal die Mama braucht – er leidet nach wie vor an der fehlenden Exklusivzeit – früher haben wir uns einfach reingeteilt – allein bekomme ich das nicht hin, bin auch einfach zu oft genervt. Endlich liegt er im Bett und ich lege mich wieder zur Kleinen. Dreiviertel 10 schläft sie endlich. Ich quäle mich wieder aus dem Bett. Die Pressemeldung muss unbedingt fertig werden. Ich beantworte auch gleich noch die mails, die seit dreiviertel 4 reingekommen sind. Auf Arbeit ist man es gewohnt, dass ich abends noch einmal arbeite und man Antworten von mir gern auch mal um 11 bekommt. Die flexiblen Arbeitszeiten ermöglichen mir, meinen Job weiterhin in der gewohnten Qualität und Quantität leisten zu können. Sonst würde ich es nicht schaffen bzw. hätte die KiTa wechseln müssen (wir haben eine Betriebskita, die bis 20 Uhr geöffnet hat). Und der Sohn wäre Schlüsselkind. So kann ich aber auch mal nach 6 oder 7 h wieder auf Arbeit los und mach dann halt abends nochmal was. Um 11 klappe ich den PC zu und setze mich auf die Couch. Ich brauche ein bisschen zum runterkommen, surfe noch ein bisschen durchs Netz. Dann falle ich ins Bett.

Ja, es ist anstrengend. Jeden Tag. Oft wünsche ich mir eine Auszeit, möchte ich weglaufen. Viel zu oft bin ich laut, genervt, reagiere zu ungehalten. Das ärgert mich sehr, aber ich kann es einfach nicht abstellen. Vor allem wenn wir uns einem Papa-Wochenende nähern, ich die Kinder also fast zwei Wochen hatte ohne irgendeine Minute für mich, da merke ich, wie ich mich dem Kollaps nähere. Das freie Wochenende bereinigt das wieder. Ich vermisse die Kinder, habe Ruhe für mich. Dummerweise habe ich die Wochenenden auch immer voll mit Dingen, die ich sonst einfach nicht schaffe. Die aber endlich gemacht werden müssen. Dadurch kommt die Zeit für mich einfach zu kurz. Da habe ich noch keine Lösung gefunden. Leider. Im Alltag ist der Job meine Auszeit. An stressigen Tagen natürlich etwas weniger, aber grundsätzlich gehe ich jeden Tag gern auf Arbeit, freue mich auf die Menschen, mit denen ich arbeite und freue mich auf das, was ich tue. Das rettet mich – jeden einzelnen Tag.

 

 

weglaufen

Heute nacht war ich ganz kurz davor, das Haus zu verlassen, um nicht durchzudrehen. Die Kleine schreit. Ständig. Immer. Wutgeschrei. Das macht sie schon von klein auf, aber zur Zeit nimmt es mal wieder heftigste Ausmaße an. Es beginnt früh, wenn Sie sich nicht anziehen (lassen) will. Dann will sie keine Schuhe. Dann nicht ins Auto. Dann nicht in die KiTa. Dann habe ich 8h Schreipause. In der KiTa macht Sie aber weiter. (Sie macht zur Zeit wohl nie das, was alle anderen machen. Die Erzieherin sieht es zum Glück gelassen.)

Wenn ich sie abhole, geht dann das Geschrei weiter. Sie will nicht nach Hause, sie will keine Jacke, keine Schuhe, whatever. Zu Hause will sie fernsehen und ich lasse sie nicht, sie will den Bruder hauen, sie will jetzt sofort Nudeln. Oder Kekse, oder Schokolade. Sie will nicht, dass ich mich von ihr wegbewege. Sie will aber auch nicht, dass ich sie berühre. Dann will sie später natürlich niemals nicht Abendbrot essen. Und an den Tisch setzen gleich gar nicht. Aber allein auf dem Sofa bleiben geht auch nicht  – also kommt sie an den Tisch und brüllt dort weiter. Sie will nicht, dass ich mit den anderen rede. Ausziehen will sie natürlich auch nicht. Und Zähneputzen ist des Teufels. Und das Bett ist sowieso ganz böse. Manchmal funktioniert es, wenn ich sie einfach ignoriere. Das geht aber eben leider nicht immer.

Heute nacht wollte sie aufstehen. Und zwar um 0.41 Uhr. Und ich habe sie nicht gelassen, was sie mit Wutgebrüll quittierte. So heftig, sie hat sich fast bis zum Erbrechen reingesteigert. Sie hat ungelogen bis 2.14 Uhr gebrüllt. Zwischendurch wollte sie getragen werden. Da war ca. 10min Ruhe und ich dachte, sie ist wieder eingeschlafen. Aber dann ist ihr wieder eingefallen, dass sie ja aufstehen wollte, und es ging von vorn los…

Ich will weglaufen, einfach nur weglaufen. Geht aber nicht. Leider. Also lese ich eben Erziehungsratgeber und warte auf den ultimativen Tipp 😉

 

Alles nur im Vorbeigehen

Ich hetze gerade durchs Leben. Also jedenfalls fühle ich mich so, dabei ist es wahrscheinlich gar nicht so schlimm, ich hab da nur irgendwie gerade eine falsche Wahrnehmung. Mein neuer Chef und ich – wir müssen die Zusammenarbeit irgendwie erst finden. Sein Rhythmus ist ein anderer als mein momentaner, sein Stil ein anderer als die bisher dagewesenen. Das stresst mich sehr. So innerlich. Ich habe mir meinen Stand hier hart erarbeitet und nun das Gefühl, wieder bei Null anzufangen. Dazu immer die Angst, dass er das Alleinsein mit den 3 Kids als Hindernis für gute Arbeit sieht. Denn mein Job verlangt nunmal Flexibilität – die ich nur noch eingeschränkt habe.  Hach, diese innerliche Unruhe stresst mich extrem…

Zu Hause herrscht irgendwie immer Chaos. Ich habe das Gefühl, ich räume ständig. Dabei sitze ich auch viel rum. Die Tochter will mich am liebsten immer neben sich haben. Das schränkt mein Handlungsfeld doch sehr ein 🙂 Mein freies Wochenende habe ich mal wieder damit verbracht, umzubauen. Ich fühle mich nicht wohl und durch das umbauen hoffe ich wohl wieder innere Ruhe herzustellen. Klappt nur so semi – denn danach bin ich körperlich erschöpft. Schön doof, will ich die Zeit doch eigentlich für mich nutzen… Naja, ich lerne noch. Nächstes Mal dann. Obwohl, da muss ich die Sommersachen der Kids sortieren. Und endlich mal den Garten auf Frühling vorbereiten. Ihr seht, ich habe jetzt schon eine ToDo für das Wochenende in zwei Wochen. Irgendwie bescheuert. Aber wenn die Kids da sind, klappt irgendwie alles nur im Vorbeigehen und nur halb. Jeden Abend denke ich, dass sich was ändern muss. Und jeden früh bin ich dann einfach müde. Und funktioniere so durch den Tag.