Freies Wochenende

Selten habe ich mich auf ein freies Wochenende so sehr gefreut wie diesmal. Oft bin ich extrem hin- und hergerissen zwischen dem schlechten Gewissen, die Kids so lang wegzugeben (in der Regel holt er sie Freitag aus der Kita / dem Hort und bringt sie Montag früh weg und ich hole sie dann nachmittags dort ab) und dem Luxus kindfrei zu haben. Doch aktuell brauche ich dringend ein paar freie Stunden und freue mich einfach nur. Die kleine Tochter war die letzten Tage krank und klebt aktuell wie Leim an mir. Außerdem redet sie von früh bis spät und ohne Pause. Man kann nicht einmal denken, wenn sie um einen rum ist. Ich hab immer das Gefühl: je genervter ich bin, desto mehr klebt sie. Sehr unpädagogische Ausraster sind dann inklusive und ich fühle mich jedes Mal einfach nur Scheiße. Deshalb genieße ich jetzt lieber die freien Tage und tanke Kraft für die nächsten zwei Wochen :).

Meine ToDo ist natürlich auch lang – aber die äußere Unordnung, die aktuell bei mir herrscht, macht mich auch innerlich extrem unzufrieden und ich hoffe, dass es mir besser geht, wenn ich ein bisschen was geschafft habe. Außerdem möchte ich unbedingt an die Nähmaschine – ich habe in den letzten Tagen ein paar Schnitte kopiert, die auf mich warten. Hach, ich freu mich drauf (und mal schauen, wie ich Sonntag abend klinge und was ich wirklich geschafft habe :)).

 

Hinterherrennen

Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass der Mann sich entschieden hat, dass seine Familie insbesondere seine Frau doof ist. Mehr als ein Jahr hetze ich nun durchs Leben. Es gibt Tage, an denen ich denke, dass ich das ganz gut mache. Aber aktuell ist es gerade so, dass ich an den meisten Tagen einfach nur kläglich versage. Ich bin an einem Punkt, wo mich der Berg an Arbeit erschlägt und ich platt danebensitze und mich einfach nicht aufraffen kann, ihn irgendwie anzupacken. Ich hasse mich dafür. Und bekomme es nicht geändert. Ich fange etwas an und muss mich schon nach kurzer Zeit wieder hinsetzen, weil es mir zu viel wird. Schon früh bin ich genervt von allem und jedem und möchte einfach nur raus. Auf Arbeit starre ich manchmal einfach nur den PC an und denke „ich kann nicht mehr“. Körperlich erschöpft, aber vor allem seelisch erschöpft. Dann kommt ein Anruf, ein Kopf zur Tür rein – und es muss weitergehen. Und das geht es auch. Aber ich bin unglücklich – ich bin nicht mehr ich.

So kann es nicht weitergehen. Meine Kinder haben noch keine Sommersachen im Schrank, ich wollte so viel nähen und habe genau KEIN Teil geschafft. Ich bin nirgendwo mehr hundertprozentig gut, nur noch überall Mittelmaß. Ich mag mich so nicht. Ich will das alles anders. Aber wie, ohne dabei selbst draufzugehen? Ich hab keine Ahnung…

48 Stunden alleinerziehend

Mutterseelesonnig  hat dazu aufgerufen, „48 Stunden alleinerziehend“ zu dokumentieren. Im letzten halben Jahr hat sich hier eigentlich nicht viel getan. Ich überlebe nach wie vor, manage den Alltag, versuche möglichst selten im Selbstmitleid zu versinken, da das zum einen nichts bringt und mich zum anderen noch weiter runterzieht. Was mich wirklich stört – ich komme viel zu selten raus. Wenn mal was ansteht, ist das natürlich in der Regel ein Mama-Wochenende und ich muss absagen. Ich bin dankbar für meinen Job, der mir doch das Mindestmaß an sozialen Kontakten ermöglicht.

Zwei Tage also. Ich habe typische Tage ausgewählt – jenseits von Ferien und Urlaub. Normale Arbeitstage – Mittwoch und Donnerstag:

 

Mittwoch, 6 Uhr – der Wecker klingelt und wird ignoriert. Ich hasse früh aufstehen – nach wie vor. 6.10 – bei der zweiten Erinnerung stehe ich dann doch auf. Neben mir schnorchelt das Kleinkind weiter. Ab ins Bad, das allernötigste, Anziehen, große Tochter wecken, Küche, Brotdosen vorbereiten. Kurz nach halb bin ich damit fertig, packe alle Taschen und schaffe diese auch gleich ins Auto. Die Sporttasche kommt mit dazu, der Sohn hat nachmittags Training. Die große kommt zum Frühstück, ich wecke den Sohn, suche alle Anziehsachen zusammen, wecke die Kleine, mache dem Mittleren ein Brot. Die Große geht um 7 eigenständig aus dem Haus. Bis 7.15 Uhr ist kuscheln angesagt. Danach anziehen. Bei der Kleinen aktuell wieder mit Mordsgeschrei an 3 von 5 Tagen – so auch an diesem. Kurz nach halb 8 verlassen wir das Haus, ich sammel noch zwei Freunde vom Sohn ein u schaffe alle zur Schule. Danach die Tochter zur Kita. Dann auf Arbeit – um 8 sitze ich in der Regel am Schreibtisch. Als erstes ein Kaffee. Dann mails checken, den Tag sortieren. Heute ist Mittwoch – mein langer Tag. Der Papa holt den Sohn zum Fußballtraining, die Oma holt die Kleine aus der Kita – ich bekomme die Kids erst gegen halb 8 wieder. Bis dahin kann ich arbeiten. Heute steht 17 uhr noch eine Veranstaltung an – deswegen die Papa-Tag-Regelung. Mittwochs sind oft Veranstaltungen auf Arbeit.

Bis 12 Uhr werden Flyer vorbereitet, Texte geschrieben, Internetseiten überarbeitet und immer wieder zig mails abgearbeitet, Veranstaltungen vorbereitet. Dann gibt’s Mittag mit lieben Kollegen. Ich genieße diese Auszeit, dieses Reden mit Erwachsenen J Danach wird weitergemacht. Zwischendurch laufe ich schnell zum Bäcker und hole ein Brot, bevor ich es wieder vergesse. Bis 19 Uhr bin ich auf Arbeit und kann viel abarbeiten. Dann schnell heim, noch schnell Wäsche aus dem Trockner falten und in die Schränke verräumen und eine neue Maschine anstecken und beim Sohn im Zimmer aufräumen – da kommen auch schon die Kids heim. Aufgedreht wie so oft. Der Sohn darf noch eine halbe Stunde spielen, die Tochter mit mir im Bett kuschelnd eine Sendung auf kividoo anschauen. Halb 9 ist das Licht aus. Ich springe nochmal schnell ins Bad und stecke die Wäsche in den Trockner, dann lege ich mich zurück zur Tochter. Mindestens eine Stunde braucht die Kleine zum einschlafen. Nach wie vor. Der Sohn findet heute auch nicht gut in den Schlaf. Ich bin gelassen – habe auf Arbeit alles Wichtige geschafft und nichts dringendes mehr zu erledigen. Deshalb schlafe ich auch mit der Tochter mit ein. Zum Glück ist der Schlaf nur leicht. Um 10 stehe ich wieder auf und räume unten Küche und Wohnzimmer auf. Dann bereite ich auch gleich die Brotdosen für den nächsten Tag vor, wenn ich schonmal in der Küche bin, sortiere danach Ranzen und Federkästchen. Im Stehen trinke ich dabei ein Glas Wein. Gemütlich ist heute nicht. Donnerstags kommt die Putzfrau und da brauche ich früh bisschen länger, deshalb ist das dann schonmal erledigt. Als unten alles fertig ist, ist im Bad die Wäsche fertig und wird noch schnell gefaltet und das Bad grob aufgeräumt. Irgendwie liegt da immer viel Kram rum. Seufz. Ich nehme mir vor, am nächsten kinderfreien Wochenende das Bad zu entmüllen. Das ist dann Punkt 20 auf der „wenn ich mal allein bin – ToDo – Liste“… Halb 12 liege ich im Bett, lese noch einmal quer durchs Netz und schlafe ein.

Donnerstag, 6 Uhr klingelt der Wecker. Ich stehe wieder erst nach der zweiten Erinnerung auf. Irgendwie bleibt mein Elan liegen, die Morgenroutine läuft ein bisschen langsamer. Im Bad vermeide ich den Blick in den Spiegel J Ich springe schnell unter die Dusche, 5min reichen, dann Tochter wecken. Ich versuche den Flur so zu beräumen, dass die Putzfrau putzen kann. Schwimmsachen und Sportsachen ab in die Maschine, Schuhe ins Regal, Jacken an die Garderobe. Dann Sohn wecken, Brot schmieren, Klamotten rauslegen, schnell den Fußboden des Sohnzimmers freiräumen (also Sitzsack und Wäschesack aufs Bett…), dann die Tochter wecken. Kuscheln, anziehen, schreien, halb 8 aus dem Haus, Kinder einsammeln, Schule, Kita, danach nochmal nach Hause und auch im Wohnzimmer und in den Bädern alles hoch- und wegstellen, damit die Putzfrau in alle Ecken kommt. Halb 9 sitze ich am Schreibtisch. Kaffee. Mails abarbeiten, einige Telefonate führen. Viel zu schnell ist es um 12. Mittagessen, dabei gleich ein paar neue Arbeitsaufträge absahnen, diese grob strukturieren, weitere mails abarbeiten, Fotos machen… viel zu schnell ist es dreiviertel  4. Eigentlich hätte ich noch eine Pressemeldung rausschicken wollen, aber das muss warten. Spätestens um 4 verlasse ich die Klinik und hole die Kids. Der Sohn mault, die Tochter knietscht. Ab auf den Spielplatz und 30min lüften. Zu Hause bleibt der Sohn noch im Garten Fußballspielen. Ich räume zu Hause erstmal schnell alle Stühle runter und freue mich über das saubere Haus. Mit der Kleinen schaue ich dann TipToi-Bücher an, die sie für sich entdeckt hat. Im Briefkasten war heute die Rechnung für das Dach, welches ich endlich mal reparieren lassen musste. 4000 Euro mit einem Schlag weg. Das tut weh. War aber nicht mehr aufschiebbar. Ich bin müde und genervt und hätte gern mal 5min Ruhe. Halb 6 darf der Sohn an die Wii, die kleine Tochter schaut zwei aufgenommene Folgen Peter Hase, während ich Abendbrot vorbereite. Dann gibt es für alle Abendbrot, die Kleine bockt und schreit und will nicht mitessen. Ein normales Gespräch am Tisch nicht möglich. Alle sind genervt. Als die zwei großen fertig sind, kommt die Kleine an den Tisch und will essen. Wie so oft. Es ist mühsam. Ich räume den Tisch ab und die Küche auf. Als ich die Brotdosen aus dem Ranzen hole, fällt mir im Hausaufgabenheft ein Eintrag auf – der Sohn braucht ein neues Matheheft. Mist, keins mehr da. Schnell die Kleine zur Großen Tochter und ab in die Stadt, ein Heft kaufen. 15min später bin ich wieder da. Die Kids spielen alle fast einträchtig. Seltenes Bild. Ich nutze das und packe schnell noch die Sportwäsche von der Maschine in den Trockner und eine Maschine Handtücher wird angestellt. Die Große braucht eine Arbeit unterschrieben, der Mittlere braucht Aufmerksamkeit. Die Kleine steht nicht im Mittelpunkt und schreit. Schnell bettfein machen und eine Folge auf kividoo – währenddessen kann ich mich nochmal viel zu kurz um den Sohn kümmern. Danach geht der alltägliche Einschlafkampf los. Ich darf den Raum nicht verlassen, das gibt Geschrei und vor allem schläft sie dann nie ein. Ich gehe trotzdem zwischendurch kurz raus, weil ich merke, dass der Mittlere einfach nochmal die Mama braucht – er leidet nach wie vor an der fehlenden Exklusivzeit – früher haben wir uns einfach reingeteilt – allein bekomme ich das nicht hin, bin auch einfach zu oft genervt. Endlich liegt er im Bett und ich lege mich wieder zur Kleinen. Dreiviertel 10 schläft sie endlich. Ich quäle mich wieder aus dem Bett. Die Pressemeldung muss unbedingt fertig werden. Ich beantworte auch gleich noch die mails, die seit dreiviertel 4 reingekommen sind. Auf Arbeit ist man es gewohnt, dass ich abends noch einmal arbeite und man Antworten von mir gern auch mal um 11 bekommt. Die flexiblen Arbeitszeiten ermöglichen mir, meinen Job weiterhin in der gewohnten Qualität und Quantität leisten zu können. Sonst würde ich es nicht schaffen bzw. hätte die KiTa wechseln müssen (wir haben eine Betriebskita, die bis 20 Uhr geöffnet hat). Und der Sohn wäre Schlüsselkind. So kann ich aber auch mal nach 6 oder 7 h wieder auf Arbeit los und mach dann halt abends nochmal was. Um 11 klappe ich den PC zu und setze mich auf die Couch. Ich brauche ein bisschen zum runterkommen, surfe noch ein bisschen durchs Netz. Dann falle ich ins Bett.

Ja, es ist anstrengend. Jeden Tag. Oft wünsche ich mir eine Auszeit, möchte ich weglaufen. Viel zu oft bin ich laut, genervt, reagiere zu ungehalten. Das ärgert mich sehr, aber ich kann es einfach nicht abstellen. Vor allem wenn wir uns einem Papa-Wochenende nähern, ich die Kinder also fast zwei Wochen hatte ohne irgendeine Minute für mich, da merke ich, wie ich mich dem Kollaps nähere. Das freie Wochenende bereinigt das wieder. Ich vermisse die Kinder, habe Ruhe für mich. Dummerweise habe ich die Wochenenden auch immer voll mit Dingen, die ich sonst einfach nicht schaffe. Die aber endlich gemacht werden müssen. Dadurch kommt die Zeit für mich einfach zu kurz. Da habe ich noch keine Lösung gefunden. Leider. Im Alltag ist der Job meine Auszeit. An stressigen Tagen natürlich etwas weniger, aber grundsätzlich gehe ich jeden Tag gern auf Arbeit, freue mich auf die Menschen, mit denen ich arbeite und freue mich auf das, was ich tue. Das rettet mich – jeden einzelnen Tag.

 

 

weglaufen

Heute nacht war ich ganz kurz davor, das Haus zu verlassen, um nicht durchzudrehen. Die Kleine schreit. Ständig. Immer. Wutgeschrei. Das macht sie schon von klein auf, aber zur Zeit nimmt es mal wieder heftigste Ausmaße an. Es beginnt früh, wenn Sie sich nicht anziehen (lassen) will. Dann will sie keine Schuhe. Dann nicht ins Auto. Dann nicht in die KiTa. Dann habe ich 8h Schreipause. In der KiTa macht Sie aber weiter. (Sie macht zur Zeit wohl nie das, was alle anderen machen. Die Erzieherin sieht es zum Glück gelassen.)

Wenn ich sie abhole, geht dann das Geschrei weiter. Sie will nicht nach Hause, sie will keine Jacke, keine Schuhe, whatever. Zu Hause will sie fernsehen und ich lasse sie nicht, sie will den Bruder hauen, sie will jetzt sofort Nudeln. Oder Kekse, oder Schokolade. Sie will nicht, dass ich mich von ihr wegbewege. Sie will aber auch nicht, dass ich sie berühre. Dann will sie später natürlich niemals nicht Abendbrot essen. Und an den Tisch setzen gleich gar nicht. Aber allein auf dem Sofa bleiben geht auch nicht  – also kommt sie an den Tisch und brüllt dort weiter. Sie will nicht, dass ich mit den anderen rede. Ausziehen will sie natürlich auch nicht. Und Zähneputzen ist des Teufels. Und das Bett ist sowieso ganz böse. Manchmal funktioniert es, wenn ich sie einfach ignoriere. Das geht aber eben leider nicht immer.

Heute nacht wollte sie aufstehen. Und zwar um 0.41 Uhr. Und ich habe sie nicht gelassen, was sie mit Wutgebrüll quittierte. So heftig, sie hat sich fast bis zum Erbrechen reingesteigert. Sie hat ungelogen bis 2.14 Uhr gebrüllt. Zwischendurch wollte sie getragen werden. Da war ca. 10min Ruhe und ich dachte, sie ist wieder eingeschlafen. Aber dann ist ihr wieder eingefallen, dass sie ja aufstehen wollte, und es ging von vorn los…

Ich will weglaufen, einfach nur weglaufen. Geht aber nicht. Leider. Also lese ich eben Erziehungsratgeber und warte auf den ultimativen Tipp 😉

 

Alles nur im Vorbeigehen

Ich hetze gerade durchs Leben. Also jedenfalls fühle ich mich so, dabei ist es wahrscheinlich gar nicht so schlimm, ich hab da nur irgendwie gerade eine falsche Wahrnehmung. Mein neuer Chef und ich – wir müssen die Zusammenarbeit irgendwie erst finden. Sein Rhythmus ist ein anderer als mein momentaner, sein Stil ein anderer als die bisher dagewesenen. Das stresst mich sehr. So innerlich. Ich habe mir meinen Stand hier hart erarbeitet und nun das Gefühl, wieder bei Null anzufangen. Dazu immer die Angst, dass er das Alleinsein mit den 3 Kids als Hindernis für gute Arbeit sieht. Denn mein Job verlangt nunmal Flexibilität – die ich nur noch eingeschränkt habe.  Hach, diese innerliche Unruhe stresst mich extrem…

Zu Hause herrscht irgendwie immer Chaos. Ich habe das Gefühl, ich räume ständig. Dabei sitze ich auch viel rum. Die Tochter will mich am liebsten immer neben sich haben. Das schränkt mein Handlungsfeld doch sehr ein 🙂 Mein freies Wochenende habe ich mal wieder damit verbracht, umzubauen. Ich fühle mich nicht wohl und durch das umbauen hoffe ich wohl wieder innere Ruhe herzustellen. Klappt nur so semi – denn danach bin ich körperlich erschöpft. Schön doof, will ich die Zeit doch eigentlich für mich nutzen… Naja, ich lerne noch. Nächstes Mal dann. Obwohl, da muss ich die Sommersachen der Kids sortieren. Und endlich mal den Garten auf Frühling vorbereiten. Ihr seht, ich habe jetzt schon eine ToDo für das Wochenende in zwei Wochen. Irgendwie bescheuert. Aber wenn die Kids da sind, klappt irgendwie alles nur im Vorbeigehen und nur halb. Jeden Abend denke ich, dass sich was ändern muss. Und jeden früh bin ich dann einfach müde. Und funktioniere so durch den Tag.

Ninja-Academy

Am Sonntag war es soweit – es war Tag der Sohn-Geburtstagsfeier. Geladen hatten wir von 11 – 15 Uhr. In der Vorbereitung habe ich mich sowohl von Pias Eintrag , als auch von pinterest (ver-)leiten lassen 🙂 .

Die Einladungen habe ich selbst mit Photoshop erstellt. Es musste schnell gehen, ich war wie so oft spät dran. Deshalb auch nur auf dickeres Papier mit dem Drucker gedruckt und ausgeschnitten.

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Leider sind die Bilder vom Fest selbst sehr verschwommen – aber ein bisschen was möchte ich trotzdem berichten.

Zuerst einmal habe ich mir A4-Blanco-Aufkleber besorgt und diese mit vielen Augen bedruckt. Die Vorlagen gibt es gratis im Netz. Meine Tochter hat diese dann gar engagiert ausgeschnitten und wir haben sie auf alles geklebt, was nicht niet- und nagelfest war.

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Es gab außerdem eine Wimpelkette, die aus laminierten Bildern mit Buchstaben drauf bestand. Die Vorlage für eine „Happy Birthday-Wimpelkette“ gibt es beispielsweise bei etsy für wenig Geld zu kaufen, wenn man etwas mehr Zeit und Ahnung von Photoshop hat, kann es sehr leicht selbst gemacht werden, Bilder gibt es im Netz reichlich.

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Dann mussten wir erstmal aufhören, da dass kleine Kind die Ballons durch die Gegend kickte und auch mit schneiden wollte.

Als sie halb 10 endlich geschlafen hat, habe ich mich mit der großen Tochter hingesetzt und weitergebastelt. Es entstanden 7 Schlagstöcke (für jedes Kind einer). die Idee ist ebenfalls von pinterest. Die sehen gefährlich aus, sind es aber nicht. Ein Schlag damit ist gut auszuhalten.

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Die Schlagstöcke waren wichtig für die Pinata, die wir ebenfalls anfingen 🙂

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Und ebenfalls von Pia kam die Idee mit den „Knallbonbons“, die aus dem Innenleben einer Klopapierrolle und Krepppapier, gefüllt mit Süßigkeiten bestand.

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Um 2 wankten wir ins Bett. Samstag abend ließ mich das kleine Kind einfach nicht weitermachen, so dass ich Sonntag früh um 5.30 Uhr aufstand, Pizzaschnecken und zwei Kuchen buk und die Pinata fertig stellte. Außerdem alles einpacken, sortieren und dann ging es los Richtung Halle, wo ich mit der Tochter alles dekorierte. Der Mann kam später mit den zwei Kleinen nach und stellte lustige Parcours auf.

Und hier sind noch ein paar furchtbar unscharfe Eindrücke der Spiele:

  • Hindernisparcours(hier wird sich gerade über die Schlangengrube geschwungen)

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  • mit Essstäbchen Erdnussflips von A nach B transportieren

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  • die Knallbonbons zu fassen bekommen

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  • Schwertkampf

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Nicht im Bild:

  • ein Glas voll Legosteine – schätzen, wieviele es sind
  • auf dem Schwert einen Ballon balancieren
  • die Pinata zerhauen
  • mit Wurfsternen Flaschen abwerfen

Zum Schluss gab es natürlich ein Zertifikat für die bestandene Ninja-Prüfung. Als Mitgebsel gab es wie bei Pia (ich habe wirklich viel abgeschaut…) ein Shirt mit den Ninjago-Augen. Ich habe dafür günstige Shirts von Fruit o t Loom und Transferfolie für dunkle Textilien gekauft, welche ich mit einem großen Augenpaar bedruckt und dieses dann aufgebügelt habe. Außerdem durfte jeder sein Schwert, seine Schlagstöcker und die erbeuteten Süßigkeiten mitnehmen.

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Die Essenslocation wurde natürlich auch ausgiebig mit Augen versehen – allerdings auch hier nur ein unscharfes Bild (ich frag mich echt, was die Tochter gemacht hat, dass sie alles so verwackelt :))

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Alles in allem jedenfalls ein tolles Fest, wie ich fand. Nächstes Jahr gehen wir dann bitte wieder ins Spaßbad 🙂

Keine Zeit, keine Zeit…

Ich habe hier inzwischen sicherlich 5 Beiträge angefangen und dann kommt immer irgendwas dazwischen und dann sind sie veraltet und ich schreibe sie nicht weiter 🙂

Hier fliegt gerade gefühlt alles an mir vorbei. Die Tage sind viel zu kurz und ich schaffe nur die Hälfte von dem, was ich schaffen möchte. Auf Arbeit hat ein neuer Geschäftsführer angefangen. Überall herrscht dadurch eine angespannte Stimmung und gerade für mich ist es schwierig, da ich ja vor allem für die Kommunikation intern und extern zuständig bin und nun den neuen erst einmal fassen muss, um diese in seinem Sinne zu lenken… Eine blöde Zeit, aber das wird schon. Braucht halt Zeit und Nerven.

Zu Hause läuft es vor sich hin. Ich merke, wie meine Nerven immer dünner werden und nutze dann die Papa-Wochenenden extrem zum auftanken. Dann geht es wieder einige Tage sehr gut. Je dünner die Nerven, desto ungerechter und unausgeglichener ich. Ich finde mich dann selbst ganz furchtbar. Meist wache ich schon mit einer unerträglichen Laune auf und bekomme die einfach nicht abgestellt. Das richtige Rezept hab ich noch nicht gefunden. Seufz!

Am Montag hatte der Sohn Geburtstag. Ich habe den Papa zum Frühstück eingeladen und das war eine goldrichtige Entscheidung. Der Sohn war happy. Meine Gefühle dürfen bei sowas einfach nicht interessieren. Das sage ich mir immer wieder und es war auch völlig ok so. Das nächste Mal üben wir gleich am Sonntag – da ist Kindergeburtstag. Für Location und zwei Spiele ist der Mann zuständig, für den Rest ich. Nach dem Kindergeburtstag haben wir dann gleich noch die Omas, Opas und Tanten eingeladen – so ist es für den Sohn einfach am schönsten. Wäre ja quatsch, zwei Familiengeburtstage zu feiern. Ich hoffe, es läuft so komplikations- und reibungslos, wie ich mir das vorstelle. Ich hab auf jeden Fall noch einiges zu basteln für Deko und Spiele – immerhin ist schon alles gekauft 🙂 Ich werde berichten…

Einkäufe

Zur Zeit formuliere ich eine Woche lang im Geiste an einem Blogeintrag, bis sich endlich die Zeit findet, ihn auch zu schreiben. Sehr nervig das, aber das kleine Kind und der Schlaf – das ist weiterhin so eine Sache. Aktuell schlafe ich meist vor Ihr ein und wache dann irgendwann mitten in der Nacht vollständig bekleidet in ihrem Bett auf. Da helfen auch alle gute Vorsätze nichts – sie klebt gerade wie ein Magnet an mir dran und wenn sie dann 1,5h zum einschlafen braucht, siegt irgendwann doch die eigene Müdigkeit. Sehr ärgerlich…

Aber was ich eigentlich zeigen wollte – eine Bekannte hatte neulich bei twitter gefragt, was wir so wöchentlich für Lebensmittel und Co ausgeben. Deswegen habe ich mir vorige Woche mal die Mühe gemacht, den Einkauf zu fotografieren und die Zettel aufzuheben. Das war ganz interessant, sich den Einkauf mal unter dem Gesichtspunkt anzuschauen, was man sich vornimmt zu kochen, was einfach so in den Wagen hüpft und so weiter. Ich gebe aber zu – ich war sehr diszipliniert. Keine Hamsterkäufe oder so…

Hier nun also meine Einkäufe von voriger Woche. Drogerie ist es relativ wenig gewesen, da gerade kaum was leer war. Und Getränke brauchen wir auch wenig, da wir viel Wasser trinken – alle zwei Wochen kaufe ich mal Sprite oder Eistee für den Sohn oder Himbeerlimonade für mich, aber das hält sich in Grenzen…

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Mein Essensplan sah folgendes vor:

Samstag mittag Wirsing-Lachs-Auflauf, abend Sushi vom Lieferservice
Sonntag mittag: Hackbraten und Kartoffelbrei, abends Kartoffelplätzchen und Salat
Montag abend: Maultaschen
Dienstag abend: Schnitzel und Pommes
Mittwoch abend – Papatag
Donnerstag abend – Nudeln
Freitag abend – kleine Minipizzen aus Sonntagsbrötchen

Ich habe mich bis auf Montag dran gehalten. Ich weiß vor Schreck gar nicht mehr, was es Montag gab?! Die Maultaschen liegen auf jeden Fall noch im Kühlschrank…

Mittags essen alle auswärts – außer die große Tochter, die mag das Essen in der Schulküche nicht und isst nur selten mit, deshalb die zwei Fertiggerichte rechts im Bild, die isst sie ganz gern (einmal Seelachs, einmal Wirsingroulade – ich finde sowas ja nicht so lecker, aber besser als Nutella-Toast ist es allemal).
Von den Einkäufen mache ich jeden Tag die Brotdosen – die sehen exemplarisch zum Beispiel so aus wie heute:

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Dafür ist dann auch das meiste Obst und Gemüse. Manchmal habe ich Lust für Spielereien, wie heute beim Sohn, da er eine Arbeit schreibt und Aufmunterung gebrauchen kann, meistens bekommt er nur eine Salamischnitte und Obst / Gemüse. Die große Tochter liebt Sandwiches mit Salat… Kleine Hackfleischbällchen sind hier immer gern gesehen, deshalb  bei den Einkäufen auch meist mit dabei usw, außerdem Salami und Käse / Frischkäse…
Nutella kaufe ich immer im Angebot, sonst würde das auch zur normalen Wochenration gehören – ein Glas schaffen die zwei Töchter locker, der Sohn isst Ovomaltine Crunch zum Frühstück. Auf Arbeit steht eine Dolce-Gusto-Kaffeemaschine, zu Hause eine Nespresso (da braucht es je eine Kapsel pro Tag – ich bin ein sparsamer Kaffeetrinker und hasse Filterkaffee 🙂 – eine Packung reicht dann also für 2-3 Wochen).

Gekostet hat das ganze 90 Euro. Finde ich schon heftig, wenn man bedenkt, dass da nicht sooo viel liegt. Kein Waschmittel, keine Getränke. Da geht also locker sehr viel mehr.